Merkmale für die Klassifizierung

1,0 Punkte

Wurf:

  • Signifikanter Verlust an Rumpfstabilität, wenn der Arm beim Nachgeben des Wurfs über den Kopf durchgestreckt wird, muss sich im Anschluss an den Wurf oftmals mit dem Arm abstützen.
  • Während eines zweihändigen Wurfs lehnt der Rumpf an der Rückenlehne.
  • Verliert Rumpfkontrolle bei geringfügigem Rollstuhlkontakt

Passen:

  • Ein kräftiger einhändiger Pass erfordert das Festhalten mit der anderen Hand am Rollstuhl, um die Stabilität zu erhalten.
  • Ein zweihändiger Brustpass kann nur mit Anlehnen an die Rückenlehne oder mit Vorbeugen auf die erhöhten Knie erfolgen.
  • Unfähig zur Rotation, um einen Pass über Schulterniveau zu fangen, ohne sich am Rollstuhl oder an den Beinen festzuhalten, um den Rumpf zu drehen.

Rebound:

  • Erfolgt nur mit einer Hand, während die andere Hand zur Stabilisierung am Rollstuhl dient
  • Wenn ein Spieler beide Hände benutzt, lehnt er an der Rückenlehne, und er verliert leicht die Sitzstabilität bei geringfügigem Rollstuhlkontakt.

Antrieb des Rollstuhls:

  • In aufrechter Haltung lehnt der Spieler an der Rückenlehne, bei gleichzeitiger Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Kopfes bei jedem Anschub.
  • Einige Spieler legen den Rumpf auf den erhöhten Knien ab, um den Anschub zu unterstützen.
  • Aufrichten des Oberkörpers mit Abstützen Dribbling: Normalerweise seitlich am Rollstuhl mit Rumpfinstabilität und langsamer Beschleunigung.
  • Einige Spieler können vor den Füßen dribbeln, wenn sie den Rumpf zur Stabilisierung auf den erhöhten Knien ablegen.

Optimale Sitzposition:

  • Knie höher als Hüften.
  • Knie zusammengestrappt oder Oberschenkel und Beine an den Rollstuhl gestrappt.
  • Rückenlehne in mittlerer Brusthöhe mit leicht durchhängender Rückenlehne, um den instabilen Rumpf zu unterstützen.
  • Kann beträchtliche Stabilität durch Strappen des oberen Rumpfes an die Rückenlehne erreichen.

Typische Behinderungen:

  • TH 1 - TH 7 Paraplegie ohne Muskelkontrolle über den Unterleib.
  • Polio mit Einschluss der Arme und ohne Kontrolle der Rumpfmuskulatur.

2,0 Punkte

Wurf:

  • Leichter bis moderater Verlust der Stabilität im unteren Rumpfbereich beim Anheben des Arms und Nachfolgen des Wurfs und Bewegung weg von der Rückenlehne.
  • Fähig zur Rumpfrotation zum Korb beim beidhändigen Wurf.

Passen:

  • Kleiner bis moderater Verlust an Rumpfstabilität beim ein- oder zweihändigen Passen, Festhalten am Rollstuhl oder Bein mit der freiwerdenden Hand.
  • Relativ gute Stabilität beim Fangen und Passen in aufrechter Position.
  • Fähig zur Rotation, um einen Pass über Schulterniveau mit beiden Händen zu fangen, wobei ein Anlehnen an die Rückenlehne erfolgt.

Rebound:

  • Normalerweise Rebound mit einer Hand mit minimalem bis moderatem Stabilitätsverlust.
  • Beidhändiger Rebound über dem Kopf ist möglich, ist aber verbunden mit einem moderaten Stabilitätsverlust vor allem beim Rollstuhlkontakt.

Antrieb des Rollstuhls:

  • Fähig zum Antrieb des Rollstuhls ohne Anlehnen an die Rückenlehne.
  • Einiger Stabilitätsverlust vor allem in der Taille mit Vorwärtsbewegung des oberen Rumpfes bei jedem Anschub, ohne Bewegung des unteren Rumpfes.
  • Hohlkreuz bei Aufrichten des Oberkörpers.

Dribbling:

  • Normalerweise neben den Castorbuchsen.
  • Oftmals ist der Beginn des Dribblings von einem Stabilitätsverlust begleitet.
  • Einige Spieler können direkt vor den Castorbuchsen dribbeln, vor allem wenn der Rumpf durch hochgestellte Knie unterstützt wird.

Optimale Sitzposition:

  • Knie höher als die Hüften.
  • Knie zusammengestrappt.
  • Rückenlehne in Taillenhöhe oder etwas höher.
  • Kann es als hilfreich empfinden, den unteren Rumpf an die Rückenlehne festzustrappen.

Typische Behinderungen:

  • TH 8 - L 1 Paraplegie
  • Polio ohne Kontrolle der Bewegung der unteren Extremitäten

3,0 Punkte

Wurf:

  • Ausgezeichnete Rumpfstabilität in aufrechter Sitzposition, teilweise auch beim Nachfolgen des Wurfes.
  • Der Rumpf bewegt sich beim Wurf ohne Stabilitätsverlust in Richtung Korb.

Passen:

  • Ein- oder zweihändige Pässe können ohne Abstützen durch den Arm oder an der Rückenlehne (zur Erhaltung der Stabilität) ausgeführt werden.
  • Kann einen kraftvollen Druckpass durch Rumpfstreckung geben, bevor der Rumpf sich wieder beugt.
  • Kann fast maximale Rotation erreichen, um einen Pass über Schulterniveau mit beiden Händen zu fangen, ohne sich an die Rückenlehne zu lehnen.

Rebound:

  • Kann kraftvoll über dem Kopf mit beiden Händen rebounden, wobei der Rumpf vorwärts in Ballrichtung bewegt wird.
  • Begrenzte Stabilität beim seitlichen Rebound, oftmals erfolgt der seitliche Rebound mit Festhalten am Rollstuhl.

Antrieb des Rollstuhls:

  • Kann den Rollstuhl kraftvoll antreiben ohne Verlust an vorderer oder hinterer Stabilität.
  • Oberer und unterer Rumpf bewegen sich als Einheit während des druckvollen Anschubs.
  • Der Anschub erfolgt normalerweise bei geschlossenen Beinen.

Dribbling:

  • Kann vor den Castorbuchsen mit einer Hand dribbeln bei gleichzeitigem kräftigem Beschleunigen mit der anderen Hand.
  • Der Rumpf bewegt sich kraftvoll in Richtung des Dribblings nach vorn.

Optimale Sitzposition:

  • Knie leicht höher als die Hüften.
  • Niedrige Rückenlehne unter Taillenniveau, das erlaubt die vollständige Rumpfrotation.

Typische Behinderungen:

  • L 2 - L 4 Paraplegie mit Kontrolle der Hüftbeugung und Zusammendrücken der Knie ohne Kontrolle der Hüftstreckung oder Abspreizung.
  • Polio mit minimaler Kontrolle der Bewegung der unteren Extremitäten
  • Personen, deren Oberschenkelknochen teilweise bzw. der Hüftkopf entfernt wurde
  • oder Über-Knie-Amputierte mit sehr kurzen Stümpfen(<2/3)

4,0 Punkte

Wurf:

  • Kann den Rumpf kraftvoll hinter dem Wurf her bewegen.
  • Kann sich seitlich herauslehnen, kann sich drehen und sich völlig zu einer Seite herauslehnen (weg vom Verteidiger), wobei beide Arme gestreckt sind und Kontakt zum Ball gehalten wird.

Passen:

  • Kann den Rumpf maximal beugen, strecken und rotieren und dabei ein- und zweihändig passen.
  • Kann sich völlig zu einer Seite herauslehnen, während er einen zweihändigen Pass in dieselbe seitliche Richtung ausführt.

Rebound:

  • Kann sich nach vorne und völlig zu einer Seite lehnen, um einen Rebound über dem Kopf mit beiden Händen zu fangen.

Antrieb des Rollstuhls:

  • Kann den Rollstuhl mit starker Beschleunigung und maximaler Vorwärtsbewegung des Rumpfes antreiben und stoppen.
  • Anschubbewegung erfolgt normalerweise mit abgespreizten Beinen.

Dribbling:

  • Kann den Ball gut vor den Castorbuchsen dribbeln, während er mit der anderen Hand den Rollstuhl antreibt.
  • Kann hohe Geschwindigkeit erreichen und Richtungswechsel vornehmen ohne während des Dribblings die Rumpfstabilität zu verlieren.

Optimale Sitzposition:

  • Kann davon profitieren, die Knie leicht höher als die Hüften positionieren zu können, um eine maximale Geschwindigkeit und Beweglichkeit zu erreichen.
  • Kann die Knie in derselben Höhe wie die Hüften positionieren, um einen maximalen Höhenvorteil zu erlangen.
  • Niedrige Rückenlehne, welche die volle Rumpfrotation zulässt.
  • Beinschienen, Prothesen oder das Strappen am Sitz können die Stabilität erhöhen.

Typische Behinderungen:

  • L 5 - S 1 Paraplegie mit Kontrolle der Hüftabspreizung und völlige Streckbewegungen auf einer Seite.
  • Polio mit einem betroffenen Bein.
  • Hemipelvektomie (Beinamputierte, Becken auch betroffen auf Grund Tumor).
  • Einseitig Über-Knie-Amputierte mit kurzem Stumpf (< 2/3)
  • Viele Doppelt-Über-Knie-Amputierte
  • Einige Doppelt-Unter-Knie-Amputierte

4,5 Punkte

Wurf:

  • Kann
  • den Rumpf während des Wurfs kraftvoll in alle Richtungen bewegen, einschließlich seitlichem Herauslehnen und seitlichem Herauslehnen mit Rotation zu beiden Seiten, während der Ball mit beiden Händen kontrolliert wird.

Passen:

  • Kann den Rumpf in alle Richtungen bewegen, wobei eine gute Stabilität während des Passens erhalten bleibt.
  • Kann sich zu einer Seite herauslehnen, während er einen zweihändigen Pass in dieselbe seitliche Richtung gibt.

Rebound:

  • Kann sich über den Armen über dem Kopf zu jeder Seite nach vorn beugen, um den Ball zu fangen

Antrieb des Rollstuhls:

  • Kann den Rollstuhl mit starker Beschleunigung und maximaler Vorwärtsbewegung des Rumpfes antreiben und stoppen.
  • Anschubbewegung erfolgt normalerweise mit abgespreizten Beinen.

Dribbling:

  • Kann den Ball gut vor den Castorbuchsen dribbeln, während er mit der anderen Hand den Rollstuhl antreibt.
  • Kann hohe Geschwindigkeit erreichen und Richtungswechsel vornehmen ohne während des Dribblings die Rumpfstabilität zu verlieren.

Optimale Sitzposition:

  • Kann davon profitieren, die Knie leicht höher als die Hüften positionieren zu können, um eine maximale Geschwindigkeit und Beweglichkeit zu erreichen.
  • Kann die Knie in derselben Höhe wie die Hüften positionieren, um einen maximalen Höhenvorteil zu erlangen.
  • Niedrige Rückenlehne, welche die volle Rumpfrotation zulässt.
  • Beinschienen, Prothesen oder das Strappen am Sitz können die Stabilität erhöhen.

Typische Behinderungen:

  • Einseitig unter dem Knie Amputierte.
  • Einige Doppelt-Unter-Knie-Amputierte
  • Spieler mit beträchtlichen orthopädischen Einschränkungen der Hüften, Knie oder Knöchel.
  • Polio mit minimalen Einschränkungen
  • (Knöchel Fuß) auf einer oder beiden Seiten
  • Nichtbehinderte